Der MIDI Sound Synthesizer Fluidsynth

Midi Sequenzer Programme wie Rosegarden oder TuxGuitar generieren zwar MIDI Output, besitzen aber keinen eingebauten MIDI Sound Synthesizer. Das heißt: Ohne Synthesizer hörst Du nichts. Dafür sind separate Programme zuständig. FluidSynth und die grafische Oberfläche Qsynth sind perfekt dafür geeignet. Einmal konfiguriert, brauchst Du Qsynth nur noch bei Bedarf zu starten, und FluidSynth verrichtet im Hintergrund seinen Dienst.

Der Start von Qsynth

Qsynth und damit verbunden auch FluidSynth sind bei Ubuntu Studio schon installiert. Du findest es im Startmenü von Ubuntu Studio.

Midi Sound Synthesizer Qsynth im Startmenü von Ubuntu

Beim Aufrufen startet Qsynth im Hintergrund automatisch FluidSynth. Du siehst jetzt das Hauptfenster von Qsynth:

Midi Sound Synthesizer Qsynth Hauptfenster

Es viele Einstell-Möglichkeiten. Aber keine Sorge, die meisten Einstellungen kannst Du für unseren Anwendungsfall so lassen, wie sie sind.

Die Konfiguration von Qsynth

Jetzt klicke bitte auf den Button mit dem roten Schraubenschlüssel und der Beschriftung „Konfiguration…“. In dem sich nun öffnenden Dialog gehe auf den Reiter „Audio“:

Midi Sound Synthesizer Qsynth Konfiguration Audio

Du kannst, wie Du siehst, Qsynth direkt mit dem normalen Alsa – Soundtreiber von Linux verwenden. Wir wollen jedoch den Jack Soundserver verwenden, da wir für unsere Audio-Verarbeitung niedrige Latenzzeiten benötigen und auch andere Features von Jack verwenden wollen. Dafür muss natürlich Jack mit Hilfe von QJackCtl gestartet sein. Falls Du nicht weißt, wie das geht, solltest Du jetzt den Beitrag Der Soundserver Jack lesen.

Alle anderen Einstellungen auf diesem Reiter lässt Du unverändert. Jetzt gehe bitte auf den Reiter „Soundfonts“:

Midi Sound Synthesizer Konfiguration Soundfonts

Klicke auf „Öffnen…“ und wähle die hier gezeigte Soundfont-Datei aus.

Was ist ein Soundfont? Wie der Name schon sagt, ist es sozusagen der „Sound-Zeichensatz“, mit dem der Synthesizer die Sounds ausgibt. Er enthält die Sounds für viele verschiedenen Instrumente wie Klavier, akustische Gitarre, E-Gitarre, Bass.

Die Verwendung von Qsynth

Für sich alleine genommen ist Qsynth ziemlich langweilig. Er macht nichts, man kann ihm keine Töne entlocken, und er verbraucht dennoch Arbeitsspeicher und Prozessor-Leistung. Erst mit einem Midi-Sequencer oder einem Instrument wie einer Midi-Tastatur kannst Du ihm Töne entlocken. Dazu kommen wir in einem späteren Beitrag.

Es kann sein, dass Du dann die Verstärkung etwas herunterregeln musst, falls der Sound verzerrt ist. Dafür ist der – wie sollte es anders sein – Regler „Verstärkung“ ganz links im Hauptfenster zuständig.

Zum Schluss noch die in diesem Beitrag verwendete Software:

In diesem Beitrag verwendete Software
Ubuntu Studio 17.04
QJackCtl 0.4.2
Qsynth 0.4.3

QJacktCtl und Qsynth gibt es auch für Windows und Mac OSX