Drums programmieren mit Hydrogen

Wenn Du Drums programmieren möchtest, ist Hydrogen genau das Richtige für Dich. Es ist auf allen gängigen Betriebssystemen verfügbar, einfach zu lernen, und der Sound ist super. Vorausgesetzt, Du kennst ein paar Basics und hast das richtige Drumkit geladen. Mit diesem Tutorial gelingt Dir das mühelos.

Mit ein paar Mausklicks zum ersten Beat

Wenn Du Hydrogen startest, siehst Du das Hauptfenster, und das schaut ungefähr so aus:

Ich habe die momentan interessanten Bereiche rot markiert.

  • Bereich 1.: Dort programmierst Du ein einzelne Drum-Pattern. Links sind die Instrumente aufgelistet, rechst im Fenster kannst Du per Mausklick festlegen, welches Instrument auf welche Taktzeit gespielt wird. Die Reihenfolge der Instrumente – erst Kick, dann Stick, dann Snare Jazz, … -wird durch das Drumset (oder Deutsch: Die Klangbibliothek), das eingestellt ist, vorgegeben. Im Beispiel ist es die Reihenfolge wie bei den General Midi Drumsets. Das ist wichtig, wenn Du Drum-Projekte in Hydrogen lädst, die eventuell eine andere Instumenten-Reihenfolge voraussetzen.
  • Bereich 2: Dort legst Du fest, welche Patterns wann gespielt werden. Jedes markierte Quadrat steht für ein Pattern.
  • Bereich 3: Hier stellst Du ein, ob das aktuelle Pattern oder der ganze Song gespielt wird.

Jetzt gib‘ bitte mal das Drumpattern ein, das Du oben in dem Screenshot siehst, und klicke auf den Play-Button. Das müsste sich so anhören:

Das sticht doch schon jedes normale Metronom aus, oder? Es handelt sich hierbei um das Basic Pattern im Rock: Kick auf Schlag 1 und 3, Snare auf 2 und 4, HiHat auf alle Viertel- oder Achtel-Schläge. Und, damit es nicht zu langweilig ist, noch eine Kick zwischen 3 und 4, also sozusagen auf 3 und. Wie Du das weiter variieren kannst, zeige ich Dir in einem späteren Beitrag.

Der Drums-Sound macht die Musik – bessere Drumkits

Arbeiten wir noch ein wenig am Sound. Offen gesagt finde ich die Drumkits, die in Hydrogen standardmäßig zur Verfügung stehen, teilweise ein bisschen langweilig. Es gibt aber viele interessante Kits im Internet, die Du in Hydrogen laden kannst. Ich möchte Dir das am Beispiel des „Red Zeppelin“ Drumkits zeigen. Du findest den Download über folgende Seite:

https://musical-artifacts.com/artifacts/255

Lade die entsprechende Datei mit der Endung „.h2drumkit“ herunter und speichere sie irgendwo auf Deiner lokalen Festplatte. Dann rufe bitte im Menü „Instrumente“ den Menüpunkt “ Bibliothek importieren“ auf. Es öffnet sich folgender Dialog:

Klicke auf den Reiter „Lokale Datei“, und dann auf „durchsuchen“. Es öffnet sich ein „Drumkit importieren“ Dialog. Du wählst die AVL-RedZep-5.1.1.h2drumkit-Datei, die Du eben aus dem Web geladen hast, und klickst auf “ öffnen“. Damit hast Du das neue Drumkit importiert.

Jetzt musst Du es nur noch aktivieren.

Und das geht so: Du klickst im Fenster rechts unten auf „Klangbibliothek“. Dann scrollst Du ganz nach unten bie zur Überschrift „Benutzer Drumkits“, wählst AVL-RedZep-5-1-.1 aus und dann rechte Maustaste und „laden“. Danach hört sich unser Beat so an:

Klingt schon ganz gut, nicht wahr?

So, das waren erste Schritte mit Hydrogen. Im Beitrag Drums programmieren mit Hydrogen Teil 2: Interessante Patterns erkläre ich Dir weitere Bedien-Elemente und wie Du einen kompletten Drum-Track für einen Song bastelst.

In diesem Beitrag verwendete Software
Ubuntu Studio 17.04
QJackCtl 0.4.2
Hydrogen Drum Machine 0.9.7

Hydrogen gibt es für Linux, Mac OS X und Windows